Das Kleid ist gefunden und plötzlich beginnt die nächste Runde: Schleier, Ohrringe, Haarschmuck, Schuhe, vielleicht noch ein Gürtel oder eine Jacke.
Braut-Accessoires können einem Hochzeitslook den letzten Schliff geben. Sie können aber genauso dafür sorgen, dass ein ursprünglich klarer Look irgendwann überladen wirkt.
Deshalb gilt bei Accessoires häufig nicht „mehr ist mehr“, sondern vielmehr: Das Richtige macht den Unterschied.
Das Kleid gibt den Ton an
Accessoires sollten dein Brautkleid ergänzen und nicht mit ihm konkurrieren.
Wenn dein Kleid bereits viel Spitze, Glitzer oder besondere Details hat, kann reduzierter Schmuck genau richtig sein. Bei einem sehr schlichten Kleid darf dagegen ein einzelnes Accessoire stärker wirken und dem Look mehr Persönlichkeit geben.
Die bessere Frage lautet deshalb nicht: Was fehlt noch? Sondern: Was unterstützt das, was bereits da ist?

Der Schleier verändert den gesamten Look
Kaum ein Accessoire hat so viel Wirkung wie ein Schleier.
Ein schlichtes Kleid kann plötzlich klassischer wirken, ein romantischer Look bekommt zusätzliche Leichtigkeit und manchmal entsteht beim ersten Schleier genau dieser Moment, in dem sich eine Braut zum ersten Mal wirklich als Braut sieht.
Trotzdem ist ein Schleier kein Muss. Wenn sich dein Look ohne Schleier stärker nach dir anfühlt, ist das genauso richtig.
Schmuck gezielt einsetzen
Ohrringe, Halskette, Armband und Haarschmuck können wunderschön sein. Sie müssen aber nicht zwangsläufig alle gleichzeitig getragen werden.
Besonders bei Kleidern mit auffälligem Ausschnitt oder vielen Details lohnt es sich, Schmuck bewusst zu reduzieren. Ein starkes Paar Ohrringe oder eine feine Kette kann vollkommen ausreichen.
Am Ende sollten dein Kleid und vor allem du selbst weiterhin die Hauptrolle spielen.
Schuhe müssen mehr können als gut aussehen
Brautschuhe sehen auf Fotos schnell fantastisch aus. Dein Hochzeitstag dauert allerdings deutlich länger als ein Fotoshooting.
Deshalb solltest du nicht nur darauf achten, ob deine Schuhe zum Kleid passen. Wichtig ist auch, ob du darin laufen, stehen und tanzen kannst.
Ein guter Brautschuh darf schön sein. Er darf aber vor allem bequem sein.

Frisur und Accessoires gehören zusammen
Schleier, Haarschmuck und größere Ohrringe wirken je nach Frisur völlig unterschiedlich.
Offene Haare verändern die Wirkung eines Ausschnitts, ein tiefer Dutt kann Schmuck stärker sichtbar machen und bei einem Schleier spielt die Befestigung eine wichtige Rolle.
Du musst deine Frisur bei der ersten Anprobe noch nicht festgelegt haben. Sobald dein Kleid steht, wird es aber deutlich einfacher, die übrigen Elemente aufeinander abzustimmen. Mehr dazu auch unter Brautfrisur zum Kleid.
Nicht alles muss sofort entschieden werden
Bei der ersten Brautkleid-Anprobe musst du nicht deinen kompletten Hochzeitstag fertig stylen.
Zuerst sollte das Kleid stehen. Danach lässt sich viel klarer entscheiden, welche Accessoires wirklich dazugehören und welche vielleicht nur deshalb attraktiv wirkten, weil sie gerade schön präsentiert wurden.
Das verhindert unnötige Spontankäufe und sorgt am Ende für einen ruhigeren, stimmigeren Look. Inspiration für den Look findest du auch in unseren Brautkleidern.
Dein Hochzeitslook soll nach dir aussehen
Pinterest und Instagram können inspirieren. Trotzdem sollte am Ende nicht dein Look zu einem Moodboard passen, sondern das Moodboard zu dir.
Vielleicht liebst du auffälligen Schmuck. Vielleicht möchtest du einen ganz reduzierten Look ohne Schleier. Beides kann perfekt sein – und hängt oft auch davon ab, welchen Stil du für dich gefunden hast.
Ein stimmiger Hochzeitslook entsteht nicht dadurch, dass alle klassischen Braut-Elemente vorhanden sind. Er entsteht dann, wenn Kleid, Accessoires und Styling dieselbe Person erzählen.



